Nähen

Frühlingskranz 



Ihr braucht: 

Stoffreste, Webbandreste und andere Kleinigkeiten zum Verzieren, Füllwatte 

So geht`s:

Zuerst fertigt ihr euch eine Schablone aus Papier. Zeichnet euch mit dem Zirkel einen großen Kreis und einen weiteren kleineren Kreis, so dass ein Kranz entsteht.
 Mein Außenkreis hat einen Radius von 20 cm und der Innenkreis einen von 9 cm.
 


Dann ausschneiden.

 Die Schablone halbieren und
für das Rückteil zwei Teile eines einfarbigen Stoffes mit Hilfe der Schablonen zuschneiden.
Dabei an den Schnittkanten Nahtzugaben hinzufügen.


Eine Kante schließen, indem man die Teile rechts auf rechts legt und aneinander näht. Eine Seite bleibt offen.

Nun den Papierkranz in verschieden große Abschnitte unterteilen und nummerieren.



Ausschneiden.


Nun verschiedene Stoff mit dieser Vorlage zuschneiden. Dabei an den Schnittkanten eine Nahtzugabe hinzufügen.


Alle Teile rechts auf rechts aneinander nähen, dabei Nummer 1 mit Nummer 2 verbinden, dann Nummer 2 mit 3, u.s.w.



Nummer 10 mit Nummer 1 noch nicht zusammen nähen.
Alles bügeln.



Dann geht es an das Verzieren. Zum Beispiel mit Webbänder, Knöpfen, u.s.w.
Häkelblumen können auch später noch angenäht werden.



Dann einen Aufhänger oben in der Nahtzugabe festnähen. Mehrmals drüber nähen. Wie im Bild auflegen.
Ebenso verschiedene Bänder, die später unten hängen sollen.





Nun das Rückteil rechts auf rechts auflegen. Die kurzen Seiten aufeinander. Die bleiben jetzt offen. Es wir dann nur entlang des Außen- und des Innenkreises genäht.
Darauf achten, dass alle Teile im Ring liegen und nicht mitgenäht werden.
 
 

Den Ring auf rechts wenden und dann in den Schlauch fassen und das offene Ende so umstülpen, dass die noch offenen Kanten rechts auf rechts liegen.


 Naht auf Naht stecken und einmal drumherum nähen. Eine Wendeöffnung offen lassen.



Nun nur noch wenden und ausstopfen. Mit dem Stiel vom Kochlöffel geht es ganz gut. Wendeöffnung mit einem Matratzenstich schließen und letzte Verzierungen aufnähen.



Ich wünsche euch viel Spaß!




Kindermuff

 
Handschuhe im Winter sind super. Keine Frage. Vor allem für Kinder. Beim Fahrradfahren, beim Schneemann bauen, beim Bummel durch die Stadt. Aber manchmal braucht Kind einfach eine freie Hand. Auf dem Weihnachtsmarkt, beim gebrannte Mandeln essen, zum Nase putzen...

Dann kommt der Muff ins Spiel. Freie Hände, wenn es mal sein muss, sonst kuschlig warm im Muff. Ich erinnere mich, auch einen gehabt zu haben als Kind. Das Beste daran ist, sie sind ganz einfach selber genäht.





Ihr braucht (für Kindergartenkinder):

35 cm x 35 cm Fleece, Baumwollplüsch, Nicki oder sonst was Kuschliges
19 (Breite)cm x 35(Länge) cm Baumwolle oder Flanell
70 cm Samtband oder Webband
1m Kordel




Und so geht`s:

Fleece und Baumwolle in den Maßen wie oben angegeben zuschneiden.

Dann die beiden Teile rechts auf rechts an einer langen Kante zusammen nähen. Danach die andere lange Kante.




Den Muff wenden und auf die Nahtstellen von rechts das Webband aufnähen. Aber nur mit einer Naht (mit der inneren) feststeppen, die andere Naht wird später genäht. 
Darauf achten, dass kein Stoff mitgenäht wird, der nicht mitgenäht werden soll.


Nun die untere offene Kante nach oben stülpen, so dass die Stoffe wieder rechts auf rechts liegen. Dabei müssen die Nähte genau aufeinander treffen. Alles feststecken.





Einmal rundherum nähen und eine ca. 6 cm lange Wendeöffnung lassen. Am Besten im Fleece, da der später innen ist und die Wendeöffnung dann nicht mehr zu sehen.

Den Muff wenden und die Wendeöffnung schließen.
Den Muff in seine endgültige Form bringen, so dass der Baumwollstoff mittig liegt. 
Dann die Außennaht am Webband rundherum steppen. So kann nichts mehr verrutschen.


Zum Schluss eine Kordel durch den kompletten Muff ziehen und der Größe des Kindes entsprechend mit einem Knoten anpassen.










Tipp: 
Ihr könnt auch die Maße, dem Alter des Kindes entsprechend, anpassen. Die Länge entspricht dem Unfang des Muffs. Ihr könnt auch den Baumwollteil verbreitern oder verschmälern.
Der Baumwollstoff läßt sich auch super verzieren, da sind eurer Fantasie mal wieder keine Grenzen gesetzt.
Wenn ihr es noch kuschliger haben wollt, schiebt einfach, wenn ihr die zwei langen Seiten geschlossen und gewendet habt, ein Vlies zwischen die zwei Lagen und näht es im nächsten Schritt mit fest.

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Nachnähen!
Eure Katja




Mitnehmhaus


Wohnhaus
Bauernhof

Ich mag ja so Mitnehmsachen total gern. Ich habe schon mal einen Spielteppich zum mitnehmen genäht und verschenkt, leider ohne ihn vorher zu fotografieren. Nummer zwei ist aber in Arbeit. Dann habe ich im Netz hier ein Mitnehmhaus gesehen, nur leider ist die Anleitung auf englisch und die Maße sind in Inch angegeben.
Ich habe es dann anhand der Bilder mit meinen eigenen Maßen mal nachgenäht und hier kommt nun eine Anleitung am Beispiel des Bauernhofes.

Mein Haus ist ca. 20 cm hoch, 21 cm lang und 14 cm breit.

Ihr braucht alle Teile zwei Mal mit folgenden Maßen. Einmal für innen und einmal für außen.



Und 18 mal die Schließe mit Klettband. Die Schließe mit 6x4 cm zuschneiden.

Außerdem braucht ihr noch ca. 22 cm Gurtband, Stoffreste, Filz, Häkelblumen und Kram zum verzieren.
Zum Verstärken habe ich Schabracke und Vlies H630 verwendet oder ihr nehmt ein Bodentuch.
Beim Wohnhaus habe ich alle Innenteile mit Schabracke verstärkt, die Außenteile mit Vlies.
Beim Bauernhof habe ich nur eine Lage Bodentuch genommen. Er ist nicht ganz so stabil wie das Wohnhaus, aber trotzdem ausreichend standfest.

Es gibt je zwei Teile für das Dach (innen und außen), je zwei Teile mit Giebel, je zwei breite Wände und je einen Boden.
Achtet bei der Stoffwahl auf die Funktion der einzelnen Teile. Also Dach, Boden, Seitenwand, Garten, u.s.w. 


Wenn ihr alles zugeschnitten habt, müsste das nun vor euch liegen.

Innenteile
Verschlüsse
Aussenteile

Jetzt könnt ihr die einzelnen Teile nach Lust und Laune verzieren. Beim Bauernhof habe ich aufgrund der Stoffwahl darauf verzichtet.


Sofa aus Kunstleder



Ich habe die Fenster aus Filz ausgeschnitten und mit Stylefix fixiert und danach mit Geradstich aufgenäht. Der Weg aus Baumwollstoff ist mit engem Zickzackstich aufgenäht, da er sonst ausfranst. Die Häkelblumen habe ich auch mit der Maschine angenäht, damit sie richtig fest sind. Besonders bei kleinen Kindern darauf achten, dass alles bombenfest ist.

Den Giebel außen braucht ihr nicht zu verzieren, da hier Klettband aufgenäht wird.


Die Stücke für den Verschluss legt ihr rechts auf rechts und näht an drei Seiten entlang zusammen. Eine kurze Seite bleibt offen. Die Ecken abschneiden und wenden. Danach schön ausformen und bügeln.



Jetzt näht ihr die flauschige Seite des Klettbandes auf. Das Klettband bis etwa 1,5 cm vor dem offenen Rand annähen.


Die kratzigen Klettbandstücke näht ihr wie folgt auf die Außenseite des Giebelteiles auf.

Mit 1,5 cm Abstand zum Rand.

Vlies und Schabracke auf die Giebelteile aufbügeln.
Nun legt ihr je ein Giebelaußenteil und ein Giebelinnenteil rechts auf rechts aufeinander (wenn ihr Bodentuch verwendet, kommt das jetzt noch oben drauf) und näht füßchenbreit alle Seiten bis auf den Boden. 


Ecken wieder abschrägen, wenden und bügeln.

Ich habe das Klett nach dem zusammennähen aufgenäht, weil ich den "Fensterlook" hier passend fand.

Ein Stück kratziges Klettband mittig am Dach außen annähen. Auch mit etwa 1.5 cm Abstand vom Rand.

 

Jetzt werden die Innenteile aneinander genäht. Erst ein Teil Dach mit einem Teil Wand an der langen Seite zusammen steppen ( immer rechts auf rechts), dann Boden an die Wand, dann Wand an Boden und Wand an Dach. 

Jetzt müsste es so aussehen. 


Alle Nahtzugaben schön bügeln.Das gleiche macht ihr mit den Außenteilen. 
Jetzt könnt ihr auch das Vlies und die Schabracke auf die gesamte Länge und Breite der Außen- und Innenteile aufbügeln. Habt ihr euch für das Bodentuch entschieden, könnt ihr es schonmal zuschneiden.
Das müsste jetzt alles vor euch liegen.


Legt nun das Innenteil vor euch hin und legt die Verschlüsse mit dem Klett nach unten und der offenen Seite nach außen so auf und näht sie knappkantig fest.



 Zur Kontrolle, dass die Verschlüsse am richtigen Platz sind, könnt ihr den Giebel nochmal auflegen.


Das Gurtband an der Seite, wo ihr das Klettband aufgenäht habt, ebenfalls knappkantig feststeppen. 


Jetzt legt ihr die Giebel mit der Innenseite nach unten folgendermaßen auf.



Innerhalb der Nahtzugabe an der offenen Seite feststeppen.


Darauf kommt nun das Außenteil rechts auf rechts.


Darauf achten, dass das Teil mit dem Klettband am Dach über dem Gurtband liegt.
Wenn ihr Bodentuch zum verstärken verwendet, kommt jetzt noch eine Lage oben drauf.



Näht einmal füßchenbreit rings herum und laßt eine Wendeöffnung. Leider wird die Wendeöffnung sehr klein, da sie sich zwischen zwei Verschlüssen befinden muss, aber es geht.
Nahtzugabe etwas verkleinern und die Ecken abschrägen.



Wenden und schön ausformen, bügeln und Wendeöffnung mit dem Matratzenstich schließen.



Jetzt noch mal alle Nähte mit Geradstich und einer Stichlänge von 3 nachsteppen, damit sich das Haus besser knicken läßt.




Fertig!



Viel Spaß beim Nachnähen!

Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr mir gerne schreiben. Ich freue mich auch über Bilder von euren Werken nach meinen Anleitungen.

Eure
Katja

  




Kommentare

  1. Woooow voll super.... des ist echt niedlich.... schreit gerade dazu,des nach zu machen.... danke,für diese tolle Anleitung.... ;-)

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  2. Das ist ja so eine tolle Idee und das in der Vorweihnachtsnäherei. Kommt mit auf die Näh-Liste.

    Vielen Dank fürs teilen. die tolle Anleitung und guten Bilder!

    Liebe Grüße

    Nadine

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  3. Supertolles Haus. :-)
    Weißt du noch woher du die kleinen Holzpuppen hast?

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  4. Hallo Mirja,
    danke, freut mich, dass es dir gefällt.
    Die Puppen sind von hier: www.kreativ-depot.de.
    Liebe Grüße Katja

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  5. Das gefällt mir sehr. Das schreit ja förmlich nach Geburtstagsgeschenk für meine Räubertochter! :)
    Danke dir für deine Mühen.
    Viele Grüße
    Jessica

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  6. Wunderschön sind diese Häuser! Glückliche beschenkte Kinder
    Liebe Grüße
    Nunu

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  7. Perfekt, das fehlte noch unter meinem Weihnachtsbaum <3
    Herzensgrüße,
    Wonnie

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  8. Da hast du dir aber viel Mühe gemacht. :-)
    Meine Kinder sind zwar zu alt dafür, aber als Geschenkidee kann ich es immer noch einsetzen.
    Herzlichen Dank dafür!
    Liebe Grüße von Heike

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  9. Hallo liebe Katja,

    ich habe eine persönliche Frage an Dich, wie kann ich dich anschreiben?

    Liebe Grüße Sandra :)

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    1. Liebe Sandra,
      ganz unten im Blog findest du das Impressum und dort steht meine Email- Adresse.
      Liebe Grüße
      Katja

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  10. Hallo Liebe Katja,
    vielen Dank für die Anleitung, möchte das aufjedenfall bald probieren.
    Welche Schabracke hast du denn genommen? S320 oder S520 oder eine ganz andere?
    Liebe Grüße Jenny

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    1. Hallo Jenny,
      ich habe die Schabracke S320 genommen. Wenn du magst, dann schicke mir doch ein Bild von deinem fertigen Werk.
      Viel Spaß beim Nähen!
      Liebe Grüße
      Katja

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    2. Das mach ich :) Dankeschön!

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  11. Wie toll, das Mitnehmhaus ist der Hammer!! Danke für die Anleitung!

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  12. Klasse Anleitung.
    Ich habe den Muff alls erstes Projekt überhaupt genäht und mit dieser super Anleitung hin bekommen.
    Danke, danke, danke. Liebe grüße Christine

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  13. Jasmina Baumhauer6. Dezember 2016 um 23:28

    Hallo.....vielen Dank für die tollen freebooks.
    Möchte demnächst für die Kids ein paar Muff s nähen. Kann ich da für den Aussenstoff auch Jersey verwenden? Muss ich diesen dann verstärken?
    LG Jasmina

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    1. Hallo Jasmina,
      klar, kannst du auch Jersey verwenden. In Verbindung mit Teddyplüsch, Sweat oder Fleece, damit er schön warm wird, ist das gar kein Problem.
      Viel Spaß beim Nähen!
      LG Katja

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  14. Hallo!
    Ich habe für meine Kinder zwei Muffs nach deiner Anleitung genäht. Sie sind super und es gibt endlich warme Hände.
    Nur eine Stelle habe ich nicht kapiert und deshalb irgendwann übersprungen: "Darauf achten, dass kein Stoff mitgenäht wird, der nicht mitgenäht werden soll." Wie geht das? Wenn ich Webband drauflege und festnähe vernähe ich doch alle Stofflagen miteinander und kann dann den Stoff nicht mehr zu vernähen der kurzen Seiten wenden.

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    1. Liebe Anna, du darfst, wenn du ein Webband aufnähen möchtest, nicht alle Stofflagen miteinander vernähen. Das Webband kommt nur auf die obere Stofflage. Deshalb aufpassen, dass man die untere Lage nicht mitnäht oder aus Versehen unter die Maschine wurschtelt.
      Vielleicht hast du ja Lust nochmal einen Muff mit Webband auszuprobieren.
      Ich würde mich auch sehr über Fotos von deinen Werken freuen.
      Liebe Grüße
      Katja

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